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Glossar / Begriff

GEO (Generative Engine Optimization)

Generative Engine Optimization (GEO) bezeichnet die Gestaltung von Inhalten mit dem Ziel, in den Antworten generativer Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews sichtbar zu sein und als Quelle genannt zu werden.

Englisch: Generative Engine Optimization · Aktualisiert am · Textfassung

Der Begriff stammt aus einem Forschungsartikel von Pranjal Aggarwal und Kollegen (Princeton University, Georgia Tech, Allen Institute for AI und IIT Delhi), der im November 2023 auf arXiv erschienen ist. Die Autorinnen und Autoren fassen Systeme, die zu einer Frage mehrere Quellen abrufen und daraus mit einem Sprachmodell eine zusammenhängende Antwort schreiben, unter dem Oberbegriff «generative engines» zusammen. GEO ist in diesem Rahmen die Optimierung aus Sicht derjenigen, die Inhalte veröffentlichen: Wie muss ein Text beschaffen sein, damit er in einer generierten Antwort vorkommt, und wie gross ist sein Anteil an dieser Antwort?

Was die Studie gemessen hat

Die Autoren haben dazu einen eigenen Datensatz von Suchanfragen aus verschiedenen Fachgebieten aufgebaut (GEO-bench) und Sichtbarkeitsmasse definiert, die unter anderem berücksichtigen, wie viel einer Antwort auf eine Quelle zurückgeht und an welcher Stelle sie zitiert wird. Getestet wurden Eingriffe am Text, etwa das Ergänzen von Zitaten, Statistiken und Quellenangaben oder eine flüssigere Sprache. Laut Zusammenfassung des Artikels konnten solche Massnahmen die Sichtbarkeit in den untersuchten Antworten um bis zu 40 Prozent erhöhen, wobei die Wirkung je nach Fachgebiet deutlich schwankte.

Diese Zahl gilt für den Versuchsaufbau der Studie. Sie ist keine Zusage für ein bestimmtes Produkt wie ChatGPT oder Gemini, deren Abruf- und Gewichtungslogik nicht offengelegt ist und sich laufend ändert.

Abgrenzung zu SEO

Klassische Suchmaschinenoptimierung zielt auf Rangplätze in einer Ergebnisliste. GEO zielt darauf, in einer einzigen generierten Antwort genannt, korrekt beschrieben und verlinkt zu werden. Die Grundlagen überschneiden sich stark: Eine Seite, die nicht gecrawlt und nicht indexiert werden kann, wird auch in generierten Antworten kaum verwendet. Google schreibt in seiner Dokumentation zu den KI-Funktionen der Suche ausdrücklich, dass für AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen Anforderungen gelten und die bewährten SEO-Grundsätze weiterhin massgeblich sind.

Neu ist vor allem die Messung. Weil Sprachmodelle auf dieselbe Frage nicht immer dieselbe Antwort geben, lässt sich Sichtbarkeit nicht als fester Rang ablesen, sondern nur über wiederholte Abfragen als Quote oder Bandbreite schätzen.

Verwandte Bezeichnungen

Neben GEO sind die Begriffe AEO (Answer Engine Optimization) und LLMO (Large Language Model Optimization) verbreitet. Sie meinen weitgehend dasselbe Arbeitsfeld; anders als GEO gehen sie aber nicht auf eine einzelne wissenschaftliche Definition zurück.

Was das für ein Schweizer Unternehmen bedeutet

Für ein Schweizer Unternehmen heisst GEO zunächst nüchtern: Die eigenen Fakten (Angebot, Standorte, Preise, Zuständigkeiten) müssen so belegt und so leicht auffindbar sein, dass ein Modell sie übernehmen kann, und zwar in den Sprachen, in denen die Kundschaft fragt. Wer auf Deutsch, Französisch und Italienisch gefragt wird, braucht diese Fakten in allen drei Sprachen. Eine Garantie, genannt zu werden, gibt es nicht; messbar ist aber, ob sich die Nennungsquote über Monate verändert.

Quellen

  1. Aggarwal, Murahari, Rajpurohit, Kalyan, Narasimhan, Deshpande: GEO: Generative Engine Optimization (arXiv 2311.09735, 2023) arxiv.org
  2. Google Search Central: AI features and your website developers.google.com

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